Wissen ist Macht - Es beginnt im Kopf!

Wissen ist Macht. True that! Denn nur, wer Ursachen und Auswirkungen struktureller Ungleichheiten (an)erkennt, kommt ins wirkende Handeln. 


Ungleiche Verteilung von Einkommen und Mental Load; an Geschlechterrollen geknüpfte Erwartungshaltungen in Alltag und Arbeitswelt... die Liste der strukturellen Benachteiligungen von Frauen ist lang.  

Durch Aufklärung und wissenschaftlich belegte Informationen kann hierfür Bewusstsein geschaffen werden. Bewusstsein, das wir brauchen, um strukturelle Probleme erkennen und angehen zu können. Gemeinsam! 

Wissen ins Netzwerk zu bringen, sehen wir daher als eine zentrale Aufgaben, um im Verbund fundierte Diskussionen auf Höhe des wissenschaftlichen Diskurses führen zu können. Deshalb stellen wir hier Links zu Studien, relevanten Artikeln und feministischer Literatur vor. Auch ein Blick zur AllBright Stiftung lohnt sich für Interessierte immer: 

Artikel, die wir lesen sollten

Tipps zum Aufbau eines starken Frauen-netzwerks

Frauen erkennen zunehmend die Bedeutung von starken Netzwerken. Die Möglichkeit, gemeinsam an Zielen zu arbeiten, kann zu spürbaren Veränderungen im Unternehmenskosmos führen. Ulrike Werneck von DocuSign gibt Empfehlungen, worauf es beim Aufbau eines Frauennetzwerks ankommt. 

Ändert sich das Frauenbild in von Frauen geleiteten Unternehmen?

Analysen von Forschenden zeigen, dass sich die Sprache innerhalb eines Unternehmens ändert, sobald Frauen in Führungspositionen sind. Das Fazit der Studie: Frauen in Chefpositionen sind nicht nur ein Ziel, sondern auch ein Mittel für mehr Gleichberechtigung 


Was ist die gläserne Decke und wie können Frauen sie durchbrechen?

Nur 20 Prozent der Vorstände in DAX-Unternehmen sind weiblich. In diesem Kontext spricht man oft von der gläsernen Decke. Einer zunächst unsichtbaren Barriere, die Frauen ab einem gewissen Level vom weiteren Aufstieg abhält. Doch wie kommt die gläserne Decke zustande und wie lässt sie sich brechen? 

Arbeitszeit von Männern und Frauen: Wunsch und Wirklichkeit klaffen auseinander

Männer arbeiten im Durchschnitt neun Stunden pro Woche mehr als Frauen. Dabei möchten mehr Männer als Frauen ihre Arbeitszeit reduzieren und andererseits mehr Frauen als Männer ihre Arbeitszeit ausweiten. Damit besteht Potenzial zur Angleichung der Arbeitszeiten zwischen den Geschlechtern.  


Die Angst, keine Mitarbeiter zu finden

Drei Viertel der deutschen Unternehmen rechnen in diesem Jahr mit Schwierigkeiten, neue Leute zu gewinnen. Mehr Gehalt anbieten reicht nicht. Doch was könnte sonst helfen?


Studien, die wir kennen sollten

Geschlechtergerechte Sprache beeinflusst kindliche Wahrnehmung von Berufen 

Wenn Berufe in einer geschlechtergerechten Sprache dargestellt werden (Nennung der männlichen und weiblichen Form, zum Beispiel „Ingenieurinnen und Ingenieure“ statt nur „Ingenieure") schätzen Kinder typisch männliche Berufe als erreichbarer ein und trauen sich selbst eher zu, diese zu ergreifen. (...)

Die Coronakrise trifft Frauen doppelt 

Die Folge der Re-Traditionalisierung für den Gender Care Gap und Gender Pay Gap


Überproportionale Entlohnung von langen Arbeitszeiten erhöht Gender Pay Gap

Der Gender Pay Gap beträgt in Deutschland 21 Prozent und ist in Teilen darauf zurückzuführen, dass Männer und Frauen in unterschiedlichen Berufen arbeiten. Allerdings sind auch innerhalb der Berufe beachtliche Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen zu beobachten, deren Höhe sich aber zwischen den Berufen stark unterscheidet. Der Gender Pay Gap ist in den Berufen besonders stark ausgeprägt, in denen der Stundenlohn überproportional mit den Arbeitsstunden ansteigt. Außerdem weisen Berufe mit einem großen Anteil an Führungspositionen einen höheren Gender Pay Gap auf. Berufe, die größtenteils in öffentlichen Unternehmen ausgeführt werden, haben tendenziell kleinere Verdienstlücken. Veränderungen in der Arbeitsorganisation, die flexiblere Arbeitszeiten und Top-Sharing, also dem Aufteilen einer Führungsposition auf zwei Teilzeitstellen, ermöglichen, könnten dazu beitragen, dass der Gender Pay Gap sinkt. Zudem könnten Tarifverträge, wie sie im meist bei öffentlichen Arbeitgebern gelten, zu einer Reduzierung des Gender Pay Gaps führen.

Bücher, die wir mögen

Wir sind doch alle längst gleichberechtigt // Alexandra Zykunov 

Bullshitsätze wie »Viele Frauen wollen doch gar keine Karriere machen.« oder »Vermisst du dein Kind nicht, wenn du alleine wegfährst?« bekommen wir wohlwollend von unseren Freundinnen zu hören oder werden uns von engsten Familienmitgliedern heimtückisch ins Ohr geflüstert, bis wir ihnen glauben – und das Patriarchat sich freudestrahlend die Hände reibt. Dieses Buch ist die ultimative Anleitung zum Parieren solcher Sätze. Messerscharf analysiert Alexandra Zykunov die Ungerechtigkeiten, Unwahrheiten und Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern und liefert Argumente und Punchlines für die nächste Familienfeier, Spielplatzrunde oder Beziehungsdiskussion. 

Süss // Ann-Kristin Tlutsy

Plötzlich sind alle Feminist*innen. Bloß kann von echter Gleichberechtigung keine Rede sein. Warum wirken überholte Strukturen fort? Wie lassen sie sich abwracken? Ann-Kristin Tlusty betrachtet die inneren und äußeren Zwänge, die das Leben von Frauen auch heute prägen: Noch immer wird ihnen abverlangt, „sanft“ die Sorgen und Bedürfnisse der Gesellschaft aufzufangen. Jederzeit sollen sie dabei auf „süße“ Weise sexuell verfügbar erscheinen, gern auch unter feministischem Vorzeichen. Und bei alldem angenehm „zart“ niemals zu viel Mündigkeit beanspruchen. Klug und persönlich, befreiend und neu: Diese Streitschrift wirbelt die Geschlechterordnung für immer durcheinander. Enjoy, Sweethearts!

Alte weisse Männer // Sophie Passmann

Sophie Passmann ist Feministin und so gar nicht einverstanden mit der Plattitüde, der alte weiße Mann sei an allem schuld. Sie will wissen, was hinter diesem Klischeebild steckt und fragt nach: Ab wann ist man ein alter weißer Mann? Und kann man vielleicht verhindern, einer zu werden? Sophie Passmann gehört zu einer neuen Generation junger Feministinnen; das sind Frauen, die stolz, laut und selbstbestimmt sind. Sie wollen Vorstandschefinnen werden oder Hausfrauen, Kinder kriegen oder Karriere machen oder beides. Und sie haben ein Feindbild, den alten weißen Mann. Dabei wurde nie genau geklärt, was der alte weiße Mann genau ist. Eines ist klar: Er hat Macht und er will diese Macht auf keinen Fall verlieren. Doch Sophie Passmann will Gewissheit statt billiger Punch-lines, deswegen trifft sie mächtige Männer, um mit ihnen darüber zu sprechen: »Sind Sie ein alter weißer Mann und wenn ja – warum?« Die Texte, die daraus entstanden sind, gehören zu den klügsten und gleichzeitig lustigsten, die man hierzulande finden kann.

Das Unwohlsein der modernen Mutter // Maraice Kaiser

Versorgerin, Businesswoman, Mom I’d like to fuck – Mütter sollen heute alles sein. Dass darunter ihr Wohlbefinden leidet, ist kein Wunder. Mareice Kaiser, Journalistin und selbst Mutter, stellt immer wieder fest: Das Mutterideal ist unerreichbar und voller Widersprüche. Nichts kann man richtig machen und niemandem etwas recht. Mutterschaft berührt dabei, natürlich, jeden Lebensbereich: Denn egal, ob es um Arbeit, Geld, Sex, Körper, Psyche oder Liebe geht – Stereotype, Klischees und gesellschaftlichen Druck gibt es überall, auf Instagram, im Bett und im Büro. Mareice Kaiser zeigt, wo Mütter heute stehen: noch immer öfter am Herd als in den Chefetagen. Und, wo sie stehen sollten: Dort, wo sie selbst sich sehen – frei und selbstbestimmt

Es reicht. // Gemma Hartley 

Täglich kümmern sich Frauen um die Belange anderer: in der Beziehung, im Job, im Haushalt, als Mütter oder Töchter. Diese stillschweigend vorausgesetzte und zeitintensive emotionale Arbeit frustriert – kein Wunder, dass Frauen auf der ganzen Welt ausgebrannt und überfordert sind. Das geht gar nicht und muss sich ändern, denn die Organisation des gemeinsamen Lebens ist Sache beider Partner! In ihrem Buch beleuchtet die amerikanische Journalistin Gemma Hartley, wie die von Frauen geleistete „emotional labour“ Ungleichheit zwischen den Geschlechtern begünstigt, die Entwicklungschancen von Frauen beschneidet, uns allen Zeit stielt und unsere Lebensqualität nachteilig beeinflusst. Eine unentbehrliche Lektüre für jede Frau, die das Gefühl hat: Es reicht! Jetzt sind die Männer gefragt.